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Goodbye 2020! Hello 2021!

Das e-healthy-ship-Projektjahr 2020 biegt auf die Zielgerade ab – und damit geht ein schwieriges Jahr zu Ende. Die andauernde Corona-Pandemie beeinflusst die Planung der Interventionsphase und der Seereisen 2020 erheblich und wird es auch 2021 tun. Sicher ist: Die Themen Gesundheitsprävention bei Seeleuten und E-Learning gewinnen weiter an Bedeutung, werden wichtiger denn je.

Durch die Corona-Pandemie kam es unerwartet zu sehr großen psychophysischen Herausforderungen für alle Menschen in der Schifffahrt. Hunderttausende Seeleute konnten nicht wie geplant nach Hause. Entweder sie steckten an Bord fest oder – bedingt durch gekappte Reiserouten – in Unterkünften weit weg von zuhause. Oder sie hatten damit zu kämpfen, dass sie über viele Monate nicht an Bord konnten, um Geld für sich und ihre Familien zu verdienen.

Das e-healthy-ship- Projekt unterstützt alle Beteiligten in dieser Situation. So wurden im Projekt zum Beispiel neue Informationsinhalte und Trainingsinhalte konzipiert, um mit der Pandemie besser umgehen zu können. Eine diesbezügliche Zusatzförderung wurde erfolgreich beantragt. 

Das Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM) konnte außerdem neue Unterstützer gewinnen, welche die Offline-Zugänge zu ihren Informationsmaterialien und damit das Projekt unterstützen, zum Beispiel das Robert-Koch-Institut, den European Resuscitation Council, die Seagull Maritime AS und das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Dafür danken wir.

Die Pandemie führte zu der Reedereivorgabe, dass während dieser Phase der Pandemie nur unbedingt erforderliche Personengruppen an Bord gehen und bleiben dürfen und somit auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorerst keine Möglichkeit gewährt werden kann, mitzufahren. Diese Entscheidung war für alle Beteiligten sehr bedauerlich, aber nachvollziehbar und richtig. Die geplante persönliche Installation der e-Learningplattform für die Seeleute und die Einweisung vor Ort durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZfAM wurden somit unmöglich.

Als Alternative zu dem ursprünglichen Plan wurde deshalb mit den Entwicklern der technischen Struktur der Lernplattform Synergy Learning und mit den IT-Fachleuten der Reedereien Döhle und Roth eine Remote-Lösung konzipiert. Diese sieht die Installation, den Betrieb und die Evaluation aus der Ferne vor und soll künftig eine uneingeschränkte Funktion und Datenerhebung ermöglichen. Die Interventionsphase wurde damit auf einen komplett ferngesteuerten Prozess umgestellt, der in ersten Tests funktionierte und im Jahr 2021 anlaufen soll.

Darüber hinaus werden die neuen, die medizinische Versorgung betreffenden Module der Software des Projektpartners Hanseaticsoft  über die bereits genutzten Software-Lösungen Cloud Ship Manager und Cloud Fleet Manager eingespielt und getestet – ebenfalls Remote-Lösungen, die der weiteren Umsetzung des Projektes e-healthy-ship entgegenkommen.

Wir freuen uns, wenn Sie Interesse haben, Informationen über unser Projekt über Ihre Kanäle zu streuen. Bei der Aufbereitung von Material oder Texten stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Anschließend bleibt uns noch Folgendes zu wünschen: positive Entwicklungen bei der Eindämmung der Pandemie, eine entspannte Adventszeit, fröhliche Weihnachten und ein gesundes, zufriedenes und lebendiges Jahr 2021 für Sie!